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70 Jahre Künstlergruppe Der KREIS

Ein Längsschnitt durch die Kunst in Nürnberg seit 1947
Die Nürnberger Künstlervereinigung "Der KREIS" feiert 2017 ihr 70-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nehmen die Kunstvilla, das Kunsthaus und die KREIS Galerie zum Anlass für groß angelegte Ausstellungen.

Die Kunstvilla präsentiert die Geschichte und Entwicklung des Vereins anhand herausragender künstlerischer Positionen und schlägt dabei einen Bogen von der Gründung der Künstlergruppe im Jahr 1947 über die kulturpolitisch geprägten Debatten der 1960er Jahre bis zu den heutigen Mitgliedern. Für dieses Projekt richtet die Kunstvilla ihre seit 2014 bestehende Dauerausstellung neu ein.

Das Kunsthaus zeigt mit "In den Raum" eine Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit den derzeitigen Mitgliedern der Künstlergruppe und deren Gästen vor Ort entsteht. Der Ausstellung geht ab 6. Mai ein zehntägiges Symposium voran, dessen Ergebnisse vom 18. Mai bis 18. Juni präsentiert werden. In der KREIS Galerie stellen die KREIS-Mitglieder in einem monatlichen Ausstellungsrhythmus ebenfalls ihr aktuelles Schaffen dem Publikum vor.

Zeitraum: bis 08.10.2017
Ort: Kunstvilla im KunstKulturQuartier, Blumenstraße 17, 90402 Nürnberg / Kunsthaus im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, 90402 Nürnberg
Eintritt: € 5,-/2,50 (pro Ausstellung)
Tageskarte für beide Ausstellungen: 8,- / 4,-

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Albert Speer in der BRD: Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

Ausstellung
Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess zu zwanzig Jahren Haft. Nach seiner Entlassung konnte Speer durch zahlreiche Interviews und Publikationen seine bei Kriegsende entworfene und weiter ausformulierte Legende in die Öffentlichkeit tragen: Er hätte von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Die mit Unterstützung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin erarbeitete Ausstellung des Dokumentationszentrums lässt die Speer-Legende und damit auch den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit sichtbar werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, warum Speers Geschichten in der BRD so lange und bei so vielen Menschen Resonanz fanden – auch noch, als die Forschung vieles längst widerlegt hatte. Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des "guten Nazis" – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten.

Zeitraum: bis 26.11.2017
Ort: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg
Eintritt: frei

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St. Katharina Open Air

Das St. Katharina Open Air wird soulig, folkig, jazzig!
Viele Genre-Schubladen werden geöffnet (und nicht wieder geschlossen). Zwölf Konzerte gibt es zu erleben mit Musik aus allen Himmelsrichtungen und Künstlern, deren Wurzeln vom Balkan bis nach Irland reichen, von Österreich bis Norwegen, von Frankreich bis zu den Färöer-Inseln.

Mit ihrer Akustik und Atmosphäre gehört die Ruine des ehemaligen mittelalterlichen Katharinenklosters zu den faszinierendsten Open-Air-Bühnen der Region. Kommt vorbei, seht, hört und genießt Euren und unseren Musiksommer!

Zeitraum: bis 24.07.2017
Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg

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Let's Talk #3 ... mit Galway

Gesprächsreihe zur Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2025
In der dritten Auflage der Gesprächsreihe zur Nürnberger Kulturhauptstadt Bewerbung sprechen wir in einer Video-Konferenz mit Tracy Geraghty vom Team Galway 2020 über die Entstehung eines Bewerbungsbuchs für die Kulturhauptstadt. Die Stadt an der irischen Westküste wird im Jahr 2020 Kulturhauptstadt Europas sein und setzte sich voriges Jahr gegen die Mitbewerber Dublin, Limerick und den "Three Sisters" (Kilkenny, Wexford, Waterford) durch. Tracy Geraghty arbeitet an der Programmentwicklung und an der Europäischen Dimension des Kulturhauptstadtjahres.

Datum: 29.06.2017, 19:30–21:00 Uhr
Ort: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Vorsaal, Königstr. 93, 90402 Nürnberg
Eintritt: frei

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Bayerisches Reformationsfest – Das große Bürgerfest in Nürnberg

Ein Treiben wie vor 500 Jahren
Ab Mittag beleben Gaukler, Stelzenläufer, Ritter mit Gefolge, Schwertkämpfer und andere Artisten den Platz vor der Sebalduskirche. Historische Handwerker wie Drechsler, Lederkünstler, Papiermacher und Buchdrucker bieten ihre handgearbeiteten Waren feil. Probieren Sie die alte Handwerkskunst auch selbst einmal aus! Mit Spielen wie zu Luthers Zeiten lädt das Team des Spielzeugmuseums Jung und Alt zum Reifentreiben, Kreiselschlagen und anderen spannenden Geschicklichkeits- und Bewegungsspielen ein. Atemberaubende Vorführungen und artistische Acts machen das Fest zu einem einmaligen Erlebnis.

Der Klang der Lutherzeit
Spezialisten für Alte Musik hauchen dem Geist der Lutherzeit durch inspirierende Interpretationen musikalisch neues Leben ein. Lauschen Sie im Stadt­museum im Fembohaus und im Albrecht-Dürer-Haus den Musikern von Hathar Consort, dem Ensemble Tasto Solo, dem Lautenist Magnus Andersson oder dem Vocalconsort Berlin!

Der Geist der Lutherzeit
Erleben Sie Lutherszenen von Langenzenner Theatergruppen und entdecken Sie bei Führungen durch die Sebalduskirche oder bei Kurzvorträgen und Lesungen von Kunst- und Sprachwissenschaftlern, Historikern und Theologen Überraschendes rund um das Thema „Nürnberg und die Reformation“.

Reformation – jung seit 500 Jahren
Schülerinnen und Schüler aus über einem Dutzend bayerischer Schulen laden Sie zu selbst entwickelten Bandprojekten, Chorwerken und Theatervorführungen ein: Erleben Sie Luther und sein Wirken – kritisch, frisch und gegenwartsbezogen.

Datum: 01.07.2017, 11:00–21:30 Uhr
Ort: rund um die Sebalduskirche, Nürnberg
Eintritt: frei

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Neuer Geist und neuer Glaube – Albrecht Dürer als Zeitzeuge der Reformation

Ausstellung
Der Übertritt Nürnbergs zum neuen Glauben vollzieht sich 1525 ebenso früh wie (fast) reibungslos. Auch Albrecht Dürer saß im Großen Rat, als der folgenschwere Beschluss gefasst wurde. Obwohl zunächst begeisterter Anhänger Martin Luthers, waren für den Künstler die bilderfeindlichen Tendenzen mancher Reformatoren schlicht existenzbedrohend. Auch war es nicht Luther selbst, den Dürer persönlich kennenlernte und portraitierte, sondern dessen Mitstreiter Philipp Melanchthon.

Wie also positionierte sich das berühmte Nürnberger Universalgenie in diesen schwierigen, unübersichtlichen Zeiten? Und vor allem: Spiegelt seine Kunst die großen Umbrüche dieser Zeit tatsächlich wider? Diesen spannenden Fragen geht die Ausstellung mit einem genauen Blick auf die Details nach – und stößt dabei auf manch Überraschendes.

Zeitraum: 30.06.–04.10.2017
Ort: Albrecht-Dürer-Haus, Albrecht-Dürer-Straße 39, 90403 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr. 10-17 Uhr; Do. 10-20 Uhr; Sa.+So. 10-18 Uhr; von Juli bis September auch Mo. 10-17 Uhr
Eintritt: € 5,-/3,-

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Benjamin Houlihan. Salad Days

Ausstellung
Benjamin Houlihans Werke sind geprägt durch ein kluges Spiel mit den traditionellen Kategorisierungen der Kunst. Seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen verweigern sich der Begrenzung eines Mediums und verwischen die klassischen Gattungsgrenzen: Malerei ist keine Kunst der Fläche, sondern sie wächst volumenhaft in den Ausstellungs­raum. Zeichnung entwickelt eine skulpturale Dimension oder wird in ihrer Präsen­tationsform mit einer bildhauerischen Fragestellung verhandelt. Skulptur ist nicht zwingend Masse, sondern kann auch als filigrane Zeichnung im Raum erscheinen.

Vieles stellt sich im Werk von Benjamin Houlihan als intermedialer Pakt dar. Damit konter­kariert er unsere Sehgewohnheiten und Erfahrungswerte, und wir entdecken immer wieder Dinge, die eigentlich nicht sein können: Ein Klavierflügel, der – jeglicher statischen Logik widersprechend – als zarte Linienführung im Raum steht. Ein Sonnen­strahl, der sich volumenhaft materialisiert und damit haptisch greifbar wird. Strahlend rote, impressionistisch erscheinende Farbtupfer, die auf der Wand zu tanzen scheinen. Zwitterhafte Wesen aus mit Farbpigmenten eingefärbtem Polyurethan, die zugleich ruhig und dynamisch, flüchtig und in Ewigkeit erstarrt sind.

Zeitraum: bis 13.08.2017
Ort: Kunsthalle Nürnberg, Lorenzer Straße 32, 90402 Nürnberg
Eintritt: € 5,-/2,50

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Johann Andreas Graff (1636-1701) – Pionier Nürnberger Stadtansichten

Das künstlerische Schaffen des Ehemanns der Maria Sibylla Merian
Im Anschluss an die Ausstellung über Maria Sibylla Merian wird das Werk des Zeichners, Malers, Kupferstechers und Verlegers Johann Andreas Graff gezeigt. Er war nicht nur für zwanzig Jahre ihr Ehepartner und Förderer, sondern ein eigenständiger Künstler. Mit seinen Stadtansichten wirkte er stilbildend auf berühmte Nachfolger. Mit größter Genauigkeit und detaillierten Beschriftungen auf seinen Abbildungen wird er für uns mehr als 300 Jahre nach seinem Tod zum Bildchronisten einer bisher wenig beachteten Epoche Nürnberger Geschichte.

Zeitraum: bis 26.08.2017
Ort: Stadtbibliothek Zentrum, Ausstellungskabinett L2, Gewerbemuseumsplatz 4, 90403 Nürnberg
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 11-19 Uhr; Sa. 11-16 Uhr
Eintritt: frei

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Die Europa-Caricade – 60 Jahre Europa in der Karikatur

Ausstellung
Die Europa-Caricade will im Europajahr 2017 Lust und Laune auf Europa wiederbeleben. Das Medium der Karikatur scheint uns dafür besonders geeignet. Karikaturen bringen treffsicher auf den Punkt, was mancher Leitartikel mit vielen Worten nicht schafft. Unausgewogen und frech, kritisch, ironisch und satirisch, aber immer mit Witz und Humor begleiten Karikaturisten aus vielen EU-Ländern den steinigen Weg zum vereinten Europa. Von 1957 bis heute werden Höhen und Tiefen des europäischen Einigungsprozesses mit spitzer Feder aufgespießt.

Zeitraum: bis 30.07.2017
Ort: Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, 90491 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 9-17 Uhr; Sa.+So. 10-18 Uhr
Eintritt: € 5,-/3,-

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Von Kirchner bis Baselitz. Ein Jahrhunderterbe

Die Sammlung Hans Kinkel
Der 2015 verstorbene Kunstschriftsteller und Photograph Hans Kinkel war nicht nur ein aufmerksamer Beobachter der deutschen Kunstszene des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein bedeutender Sammler.

Seine exquisite Sammlung von fast 400 Handzeichnungen, die er der Graphischen Sammlung des Germanischen Nationalmuseums als Vermächtnis hinterließ, schlägt einen weiten Bogen über die deutsche Zeichenkunst des 20. Jahrhunderts – von Kirchner bis Baselitz. Mit einer Auswahl von 100 Blättern gibt die Ausstellung einen ersten Überblick über das Vermächtnis.

Sie beginnt mit Zeichnern der älteren Generation wie Max Klinger, Lovis Corinth und Käthe Kollwitz, sowie Beispielen der expressionistischen Zeichnung von Ernst-Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff. Den Schwerpunkt und die größte Sammlungsdichte bilden jedoch die Zeichner der 1920er Jahre in ihren verschiedensten Facetten: Sowohl der aggressive Verismus von George Grosz als auch der kritische Realismus von Karl Hubbuch, Rudolf Schlichter oder Jeanne Mammen ist hier vertreten.

Zeitraum: bis 10.09.2017
Ort: Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr; Mi. 10-21 Uhr
Eintritt: € 8,-/5,-

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Schwarz Weiß

Fotoausstellung
Die schöne bunte Bilderwelt der digitalen Bilder hat auch die Schwarzweiß-Fotografie etwas ins Abseits gestellt. Das muss nicht so bleiben. Unser Gast aus dem Iran und 13 Mitglieder der fotoszene nürnberg haben sich der Kunst des "Litchtmalens" gestellt und präsentieren erstaunliche und überraschende Bildkompositionen.

Zeitraum: bis 01.07.2017
Ort: Atelier- und Galeriehaus Defet, Galerie-Eingang EG, Gustav-Adolf-Straße 33, 90439 Nürnberg
Öffnungszeiten: Sa.: 12-15 Uhr (10. und 17.06. geschlossen)
Eintritt: frei

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Unter Gang

Fotografien von Jonathan Danko Kielkowski
Der Untergang des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia 2014 vor der ligurischen Küste brachte mit einem Mal die Verwundbarkeit technologischen Fortschritts wieder ins Bewusstsein der Gesellschaft. Einem jungen Nürnberger Fotografen gelang es – trotz Verbote – das Schiff zu entern und zu fotografieren. Was er zeigt, ist das Ende einer Machbarkeits-Illusion unserer hybriden Wachstumsgesellschaft. So sind seine Bilder angesiedelt in der großen tragischen Erzählung zwischen Größe und Untergang der Moderne.

Zeitraum: bis 16.07.2017
Ort: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Glasbau 1. OG, Königstr. 93, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10-18 Uhr; Mi. 10-20 Uhr
Eintritt: frei

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Catherine Biocca: Bonsai Feeling

Ausstellung
Ausgehend von der artifiziellen Gestalt der Bonsaipflanze wird sich Catherine Biocca in ihrer Ausstellung mit verschiedenen Metaebenen der Realitätswahrnehmung und ihren möglichen Verschärfungen beschäftigen. In ihren digital animierten Videoclips, räumlichen Installationen und Skulpturen fokussiert sie die wechselseitigen Bewegungen von Faktizität und Manipulation, Zerstörung und Rekonstruktion, Missgeschick und Kontrolle. Ihr besonderes Interesse gilt dabei dem menschlichen Kommunikationsverhalten und dessen Konstellationen, die auf eingehenden Beobachtungen der Netzkultur, des Comics und Cartoons genauso wie auf Recherchen der Kunstgeschichte basieren.

Oft steht der gesellschaftliche Umgang mit Gewalt – als explizite wie auch implizite, nonverbale Handlungen – und unser Vermögen zur Empathie im Zentrum. Ihre Werke thematisieren die Kippmomente des Humors und welche psychologischen Ausformungen die Schadenfreude annehmen kann. So reflektieren ihre Arbeiten den Prozess der Identitätsfindung als ein beständiges Austarieren zwischen Konkurrenz und Übereinstimmung im Bezug zu den "Anderen".

Zeitraum: bis 06.08.2017
Ort: Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft, Kressengartenstraße 2, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18 Uhr; Sa+So 13-18 Uhr
Eintritt: € 2,50/1,50

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